Diamanten

Der Diamant ist ein Mineral, das ausschliesslich aus reinem Kohlenstoff besteht, und der härteste natürliche Stoff. Aber auch der Graphit besteht aus Kohlenstoff, ist aber so weich, dass man ihn für die Bleistiftproduktion verwenden kann. Was macht den Diamant so einzigartig unter den Mineralen? Das sind die Bedienungen, unter welchen die Diamanten entstehen. Rohe Diamanten wachsen bei hohem Druck und hoher Temperatur in der Erde, in einer Tiefe von etwa 200 Kilometern. Die Kristalle werden mit vulkanischem Magma auf die Erdoberfläche gebracht. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass moderne Diamanten meistens ein Alter von 100 Millionen bis 2,5 Milliarden Jahren haben.

 

Der Wert des Diamanten ist wird nach dem sogenannten 4C-System definiert. Die 4Cs sind: Clarity, Color, Carat und Cut.

Jedes Element des 4C-Systems beeinflusst den Wert gleichmässig, aber nur der Schliff hängt vom handwerklichen Geschick des Meisters ab. Der Edelsteinschleifer mit handwerklichem Können verleiht dem Stein durch ideale Proportionen die Brillianz.

 

 

 

Auch der Schliff ist Teil der einzigartigen Erscheinung dieser Steine. Der Schleifer wählt für jeden Salt-and-Pepper Diamanten eine individuelle Form, um die einmalige Schönheit des von der Natur selbst komponierten inneren Ornamentes zu enthüllen.

Cut (Schliff): viel vom Gewicht des Rohdiamanten ist verloren in dem Schliffprozess. Der Brilliantschliff – der runde Schliff mit 57 Facetten – ist mit dem höchsten Materialverlust verbunden. Falls der Diamantschleifer versuchen wird, das Gewicht des Steines zu bewahren, wird er bei den Proportionen von den perfekten abweichen müssen, dabei verliert der Stein seine Brillianz. Deswegen sind Steine mit einem perfekten runden Schliff teurer, als Steine mit imperfektem Brilliantschliff oder mit anderen Schlifformen.

Bewertung des Diamant-Schliffes:

Exzellent: der Diamant hat ideale Proportionen und Politur, und somit höchste Brillianz.

Sehr gut: es ist nicht möglich, von blossem Auge die Imperfektionen im Schliff und in der Politur zu merken, und unter guten Lichtkonditionen ist auch keine Minderung der Brillianz zu merken.

Gut: der Diamant zeigt hohe Brillianz und viel Feuer, aber weniger, als bei den ersten zwei Bewertungsstufen. Dies ist eine günstigere Alternative zum idealen Schliff.

Mittel: die Brillianz ist nicht so stark ausgeprägt, es gibt von blossem Auge erkennbare Verdunkelungen, der Stein kann stumpf und leblos aussehen.

Gering: es gibt kaum Funkeln, keine Brillianz und Feuer. Das Licht verlässt den Stein aus den Seiten und unteren Facetten des Brillianten. Imperfektionen im Schliff sind von blossem Auge erkennbar.

Colour (Farbe): die Diamanten kommen in verschiedenen Farben, z.B. schwarz, grün, blau, pink, braun, rot, gelb. Farbige Steine haben ganz andere Bewertungskriterien. Die am meisten vorhandene Diamanten sind farblose Brillianten. Aber alle diese Steine wirklich farblos zu nennen wäre auch nicht ganz korrekt: perfekte weisse Brillianten kommen sehr selten vor, und deren Preis kann sogar den farbigen Diamanten nicht unterliegen. 98% von auf dem Markt verfügbaren Brillianten haben aber eine leichte Schattierung, entweder grau oder gelb.

Die internationale Farbskala für das Bewertung der Farbe von Diamanten reicht mit Farbbezeichnungen von Buchstabe D bis Buchstabe Z. Steine mit einer Farbbezeichnung von D bis H sind als weisse Brillianten betrachtet, weil ab der Farbstufe I wird die gelbe oder graue Farbe gut sichtbar. Aber die Farbe ist oftmals als eine Geschmackssache des Kunden betrachtet, nicht wie eine objektive Qualitätsgradierung. Steine, die eine sehr leichte Betönung haben, können aus Käufersicht genau so schön sein, wie wirklich farblose Steine, und dabei auch preiswert.

Clarity (Reinheit): beeinflusst nicht nur die Aussicht des Brillianten, sondern auch deren Festigkeit. Steine mit vielen Einschlüssen und internen Rissen können die Festigkeit des Diamanten als härtesten Mineral der Welt mindern. Ein zufälliger Schlag mit einem scharfen Gegenstand könnte sogar ein Musterstück ohne sichtbare Einschlüsse zerbrechen, was bei Steinen mit internen Defekten umso möglicher ist.

Natürlich hängt auch die optische Präsentation des Steines von der Reinheit ab.

Reinheitsgrad FL (Lupenrein): der Stein hat keine internen Einschlüsse und keine Oberflächenmerkmale. Solche Steine kommen in der Natur sehr selten vor und haben einen sehr hohen Preis.

Reinheitsgrad IF (Lupenrein): der Brilliant hat keine Einschlüsse, nur Oberflächenmerkmale, ob natürlich oder währen der Politur entstanden. Diese Imperfektionen sind aber auch bei der 10-fachen Vergrösserung kaum zu erkennen.

Reinheitsgrad VVS1-VVS2: solche Steine haben sehr-sehr kleine Einschlüsse, welche auch bei der 10-fachen Vergrösserung nicht einfach zu erkennen seind.

Reinheitsgrad VS1-VS2: sehr kleine Einschlüsse, von blossem Auge nicht sichtbar, aber erkennbar bei der 10-fachen Vergrösserung. Normalerweise ist es eine Kombination aus Einschlüssen und Oberflächenmerkmalen. Solche Steine sind aus Kundensicht preiswert und dennoch haben einen hohen Reinheitsgrad.

Reinheitsgrad SI1-SI2: kleine Einschlüsse können von blossem Auge erkennt sein. Solche Steine sind durch den angemessenen Preis interessant für viele Käufer. Falls ein Stein in diesem Grad viele weit zerstreute Einschlüsse hat, kann er von blossem Auge rein aussehen, jedoch unter 10-fachen Vergrösserung sind die Einschlüsse gut erkennbar.

Reinheitsgrad I1-I3: die Einschlüsse sind auch von blossem Auge gut zu erkennen und können die Durchsichtigkeit mindern.

Carats (Karat): so wird das Gewicht der Edelsteinen bemessen. 1.00 ct entspricht 0,2 Gramm. Je grösser die Steine, desto seltener können sie in der Natur gefunden werden. Der Preis steigt auch nicht linear mit dem Gewicht, unter anders gleichen Kriterien (Farbe, Reinheit und Schliffsqualität). So kann der Wert zwischen 0,3 und 0,49 ct noch konsequent steigen, aber zwischen 0,49 und 0,5 ct kann der Preisunterschied 30% zeigen. Sehr begehrt sind Steine im Gewicht von 0,5 ct, 1 ct, 1,5 ct und 2 ct. Es ist kein Wunder, dass Brilliante in diesem Gewicht können viel teurer sein, als Steine mit ähnlichen Eigenschaften, aber auch mit nur gering nach unten abweichendem Gewicht.

Der Kimberley-Prozess wurde in der Generalversammlung der Vereinten Nationen in 2003 erschaffen, um die internationale Vermarktung der sogenannten Blutdiamanten (Steine, die aus Ländern im bürgerlichen Krieg kommen, und sind mit Zwangsarbeit und Kinderarbeit hergestellt worden, deren Verkauf dem Finanzieren des terroristischen Gruppen und dem Kauf von Waffen für Kriegszwecke dient).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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